* Startseite     * Über...     * Archiv     * Gästebuch     * Kontakt     * Abonnieren



* Letztes Feedback






Bye Bye Baby, time hs come

Ding Dong, the witch is dead.
Es ist sechs Uhr.
Die Nacht ist vorbei, in jeder Lesart.
Wir Nachtschwärmer trinken jetzt Milchkaffee, essen vielleicht einen Joghurt oder eine süße Orange, der ein oder andere hart gesottene beginnt, ein echtes Frühstück zu bereiten oder zu bügeln.
Wir, die Nachtschwärmer, sind hier.
Wir tippen, klicken, ändern, stylen, löschen und modifizieren.
Wir antworten, fragen, fordern.
Wir bitten, erinnern, loben.
Viel mehr weiß ich nicht. Meine Hände sind trocken, sind die deinen es auch?
Seitdem ich von unten, Küche, nach oben, Gästezimmer, gewechselt habe, ist mir warm, der Luftzug fehlt.
Ich bin wach gewesen, hier, auf der Linie, um nicht allein zu sein, aber ich weiß nichts von euch, ich sehe, lese, höre nur das, was ihr mir zu lesen, sehen, hören gebt, was ihr mir und mit mir den Millionen anderen vorwerft zum Fraße, kleine, kleinste Stückchen teils halbverrottetem Gewebe.
Das hat mich, ja, das erst hat mich so traurig gemacht.
Und jetzt halte ich es für meine Pflicht, wach zu bleiben, bis ich gefahrlos hinunter kann, um dort aufzuräumen. Die Schalen, die Messer, die Tassen.
Aber ich bin müde von euren Worten!
wir nachtschwärmer sind immer da immer da überall sei da sei bei mir wo bist du ach ach immer allein immer immer ach sei doch bitte ach allein
Ich höre gern zu. Ich nehme eure Worte auf, ich, ich nehme euch auf, alles von euch.
Weil ihr mich nicht kennt, exisitere ich nicht für euch, ich bin euch nichts wert, ein Nichtmensch, und so redet ihr.
Ihr sagt mir alles, alles. Und ich nehme es auf.
alles alles ja sag nur alles ach allein weißt du schau mal alles so ach weiß nicht was ja hör zu
zu viel gegessen heute kotzen könnt ich mensch versagt sag doch sag doch mal zu viel ach allein zu sehr verloren auf alles alles auf zu tief zu sehr oh könnt ich will nochmal sag doch
Dass man müde wird, das allein macht noch nichts. Kopfschmerz, die Augen, das kennt man alles. Nachtschwärmersorgen sind mir der flackernde Blick und dass man nicht immer so genau weiß, was man sieht und was nicht, kein Spektrum, keine Macht.
Und dann bekomme ich Ausschlag zwischen den Fingern, Nachtpocken, Schwärmerekzeme.
Ich kenne das. Es kommt, weil ich müde bin von euren Worten und meiner voyeuristischen Geilheit.
Jetzt weiß ich alles, was ich wissen wollte, und hätte ich noch eine Minute gehabt, würde ich noch mehr wissen wollen und in zwei Minuten dreißig wüsste ich´s schon.
Ich habe alte Freunde gesehen, zwei Typen, die ich hatte oder die mich hatten und die jetzt einen blöden Beruf oder gar keinen und eine süße, kranke Freundin haben oder einen Madman, der ihnen den Marsch bläst und zeigt, wo´s langgeht.
Jetzt kenne ich sie wieder.
Aber wozu?
Ich schenke mir ein, das erste Mal allein, trinke ganz für mich den bitteren Whiskey, ich finde ihn bitter, habe das immer schon so empfunden, aber es ist heute nacht gleich, alles ist mir gleich und trotzdem ist es bitter, so bitter. Es schmeckt mir nicht. Ich nehme einen tieferen Schluck.
Cola, Tee und kein Jim Beam.
Die Betäubung setzt nie ein. Dieser Ort, nein, ist nicht unser Ort…wer hat das gesagt?
28.12.08 01:43
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung